Mercedes 190 restaurieren und erhalten
...mit Verstand statt Geld

Zum Thema Schweißen

Aktuell soll hier das Thema Dünnblechschweißen mit Stahl und Aluminium behandelt werden.

Wenn Sie sich fragen warum ich gerade dieses Thema aufmache, hier eine kurze Erläuterung. Mittlerweile bin ich bei meinen Autos im Bereich der Nutzungsoptimierung angekommen. Denn ob für Reise oder Alltag, auch der 190er bietet hier noch Raum für Optimierung und Ergänzung. Ob zusätzlicher Diebstahlschutz, Sonnenschutz, Navi-Halterung, Fensterrollos. Sie sehen schon, wer möchte kann sich hier umfangreich austoben. Da es das was mir vorschwebt leider nicht zu kaufen gibt und es sich oftmals um filigranere Objekte im permanenten Sichtfeld handelt, war ich in den letzten Jahren intensiv auf der Suche nach geeigneter Schweißtechnik. Natürlich habe ich auch mit dem WIG - Schweißen angefangen. Hierbei muß ich aber eingestehen, dass mein Übungsumfang und meine praktischen Fertigkeiten hierbei noch sehr ausbaufähig sind. Wirklich überrascht und mehr als erfreut war ich daher als ich feststellen konnte, dass auch (zumindest) ein sehr billiges MIG/MAG Gerät Ergebnisse abliefert mit denen viele der geplanten WIG -Aufgaben gelösen werden könnten. 

Soviel zu meinem aktuellen Hintergrund zu dieser Thema. Aber zurück zum allgemeinen Interesse, denn ich vermute, dass der eine oder andere auch noch Schweißarbeiten am verbliebenen Dünnblech seines Schätzchens zu erledigen hat. 

Was Sie hier sehen sind meine Schweißergebnisse und das bei Materialstärken von 0,7 mm in Stahl und Alu. Frei liegend, ohne Unterlage und ohne dabei Löcher einzubrennen, wie man auf dem Rückseitenfoto des 0,7mm Bleches des Titelbildes erkennen kann. Natürlich ebenso beim Alu-Fallrohr. Aber auch 0,5 mm sind (selbst) für mich noch zuverlässig schweißbar. Über 1,5 mm Materialstärke stellt bei moderen IGBT-Geräten bekanntlich weder für den Schweißer noch für das Gerät nennenwerte Herausforderungen dar. 

Hier einige Ergebnisse:

"Schreiben" auf Stahlblech (0,7 mm). Links die Rückseite des Titelseitenbleches

Oder Alu-Dünnblech (Fallrohr einer Alu Regenrinne (0,7mm) / Alu -Dünnblech (0,5mm).

Oder als Naht (Pilgerschritt, links) oder als Loch-Punkt-Naht (rechts) auf abgeschliffenem 0,5 mm verzinktem Stahlblech (Links Oberseite, Mitte Unterseite, Rechts Blechdickennachweis). 

Oder an 2 mm Rohren aus "Baustahl". Auch das berühmte "CuSi3"- Löten an verzinkten Bauteilen geht damit.

Hier noch ein paar Ergebnisse anderer Reparaturprojekte mit dem Gerät. Links z.B. ein beschädigter Ventildeckel des OM601, aus Aluguss.


Und alles mit einem MIG/MAG Gerät für weit unter 200 €. Ich war beeindruckt!

Bis vor wenigen Jahren habe ich meine gelegentlichen Schweißarbeiten noch mit meinem über 30 Jahre alten Elektra Beckum „Profigerät“ erledigt. Ich hoffe das macht meine Begeisterung über die Ergebnisse verständlich. Hierbei sollte man die ungleichmäßige Raupenhöhe und -breite nicht zu stark bewerten, denn die ist in erster Linie meiner Unfähigkeit geschuldet nicht mit konstanter Geschwindigkeit und gleichbleibender Brennerhaltung schweißen zu können, Gelegenheitsschweißer eben. Bei einem ständig praktizierenden Schweißer sähe das - ohne Frage - wesentlich besser aus. 

Ich hoffe man kann erkennen was durch diese Technik im DIY-Bereich möglich wird. Dies würde ich gern an andere Interessierte weitergeben. Hierbei habe ich mich für das Vevor entschieden da es vom Preis-Leistungs-Verhältnis herausragend ist (auch bezüglich der verbauten Technik).

Es hat nur zwei "Fehler". Eine bestenfalls als rudimentär zu bezeichnende Gebrauchsanleitung und einen sehr bekannten (deutschen) Youtube Influencer. Dieser stellt das Gerät bei seiner Präsentation falsch ein und beschwert sich dann über die in seinen Augen schlechten Alu-Schweißergebnisse. Von einer in den Kommentaren zugesagten Korrektur ist bis heute nichts zu sehen. Ob es daran liegt, dass es keine weißen Geräte mit einem vergleichbaren Preis-Leistungs-Verhältnis gibt? 

Um diese beiden Mankos zu beseitigen habe ich mich entschlossen dieses Handbuch zu erstellen. Natürlich kann ich dadurch nicht die Darstellung des YouTubers beseitigen. Wohl aber kann ich versuchen einem Kaufinteressenten eine korrekte Darstellung zu geben. Durch das Handbuch bekommt man eine sachliche und detaillierte Beschreibung des Gerätes mit allen Funktionen, Möglichkeiten und real erarbeiteten Einstellwerten. Die hiermit erreichten Ergebnisse eines  Nichtprofis sehen Sie bereits. Machen Sie sich gerne ein eigens Bild vom Gerät und dem Influencer.  

Zum Ansichtsexemplar des Handbuchs zur VEVOR MIG200AU (hier klicken). Dort finden Sie auch weitere Hinweise zum Kauf dieser Veröffentlichung.)

(Das Ansichtsmuster basiert auf einer älteren Handbuchversion. Das aktuelle Handbuch wurde mit weiteren Ergebnissen ergänzt).

Denken Sie gerade über einen MIG/MAG Schweißgerätekauf nach? Dann könnten hier vielleicht noch einige für Sie interessante Gedanken warten (hier klicken).

(Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keinerlei wirtschaftliche Beziehungen zu dem Gerätehersteller pflege oder irgendwelche Vorteile durch die Geräteempfehlung erhalte oder erhalten habe. Hier war erst das Gerät da und dann der Gedanke dieses einem größeren Interessiertenkreis mitzuteilen. Also genau umgekehrt zu YouTubern und Influencern.)

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